Sevilla

21.09.2026

Nach einer wunderbaren Nacht in diesen tollen Betten machen wir uns langsam, wirklich sehr langsam, auf den Weg, um nach einem Frühstück Ausschau zu halten. Das wollten wir uns im Alfonso XIII dann lieber nicht gönnen, da wir für den Preis 3 Tage Abendessen gehen können.

Also schlendern wir durch die Jardines del Real Alcázar Richtung Restaurants und genießen wieder in Seelenruhe unser Frühstück.

Eigentlich war der Plan, jetzt die Highlights abzulaufen, aber wir scheinen für die meisten Sachen Tickets zu benötigen, die wir online buchen müssen. Also verteilen wir alles auf die drei Tage, die wir hier sind. Für heute haben wir nur Tickets für die Setas de Sevilla erhalten. Der Rest war dicht für heute. Also schauen wir uns einfach die Stadt etwas an und schlendern durch die Straßen.

Ein Halt bringt uns in die Capilla de San José. Wie alle Kirchen, die wir bisher gesehen haben (und noch sehen werden), extrem imposant und opulent ausgestattet. Hier hat man bei der Verzierung wirklich keine Stelle ausgelassen. Der Altar besteht gefühlt nur aus Gold, Figuren und noch mehr Gold.

Nach einer kurzen Pause, um die Füße zu regenerieren, machen wir uns jetzt auf den Weg zu den Setas. Wir haben die Tickets extra für 21 Uhr gebucht, damit wir die Farben und Sevilla am Abend erleben können. Damit wir nicht zu spät sind, essen wir direkt an den Setas. Okay, das war nicht die Top-Entscheidung des Tages.

Trotz meiner Höhenangst komme ich auf den Setas ganz gut klar. Allerdings hatte ich mir die Konstruktion irgendwie anders vorgestellt. Keine Ahnung, wie, aber irgendwie war ich etwas enttäuscht. Das Gebäude ist auch so sehr in die Stadt eingebaut, dass es nicht so richtig zur Geltung kommt. Soll jetzt nicht allzu negativ klingen, beeindruckend und stimmungsvoll war es trotzdem.

Und dann geht es zurück zu diesen geilen Betten.

22.09.2026

Happy Birthday, Happy Birthday. Happy Birthday to me. Meinen Geburtstag starten wir, natürlich nach einem späten und ausgiebigen Frühstück, in der Catedral de Sevilla.

Beim Eingang geht es direkt hoch auf die Giralda, den Turm der Kathedrale. Bisher waren alle Kirchen auf unserer Tour beeindruckend, aber hier ist dann noch mal das Highlight.

Und was mich hier am meisten beeindruckt, ist der Sarg von Christoph Kolumbus. Das nenne ich mal ein Monument. Da die Kathedrale so riesig ist, verbringen wir hier auch den kompletten Nachmittag.

Deswegen sind wir auch erst ziemlich spät an der Plaza de España.

Den Ort habe ich mir auch extra für meinen Geburtstag ausgesucht. Schön auf den Spuren von Star Wars, wenn auch nur der Prequels, wandeln.

Bei der Auswahl fürs Abendessen landen wir einen echten Glückstreffer in der El Librero Abacería. Eine richtig kleine Tapasbar in der Altstadt mit superleckeren Tapas und meinem Highlight: Manchego mit schwarzem Knoblauch. Geil. Perfekter Abschluss zum Geburtstag.

23.09.2026

Heute haben wir noch viel aufzuholen in Sevilla. Wir starten direkt hinterm Hotel am Torre del Oro

und laufen bis zur Puente de Isabel II.

Kurzer Abstecher nach Triana Casco Antiguo,

um dann entlang des Canal de Alfonso XIII

durch Triana bis zur Kirche Santa Ana zu laufen. Über die Puente de los Remedios geht es zurück auf „unsere“ Seite, da wir für 16 Uhr Tickets für den Alcázar haben. Hier verbringen wir den Rest des Tages und laufen wieder mit einer App als Guide durch die Räume und auch die ausladenden Gärten.

Leider zeigt sich, dass 16 Uhr schon zu spät für einen gemütlichen und kompletten Rundgang ist. Am Ende müssen wir die Gärten schon zügiger durchlaufen.

Allerdings sind wir auch schon langsam platt. Es reicht jetzt auch.

Wieder haben wir Glück mit einer richtig guten Tapasbar am Abend. Ein guter Tipp mit der Taberna Coloniales unserer Reiseführerin Trulla.

Córdoba

17.09.2026

Heute verlassen wir Granada und fahren mit dem Zug weiter nach Córdoba. Entsprechend verlassen wir um 12 Uhr das Hotel und fahren mit dem Taxi zum Bahnhof. Hier haben wir noch Zeit für einen Kaffee und um 13:12 Uhr geht es dann los. Ankunft in Córdoba um 15 Uhr und weiter mit dem Taxi zu unserem Hotel für die nächsten 3 Nächte, dem Suites Hotel Cetina Casa de Aguilar.

Für heute Nachmittag haben wir kein besonderes Programm mehr geplant und lassen uns einfach durch die Gassen von La Judería treiben.

18.09.2026

Nach einem leckeren, späten Frühstück (die Frühstückszeiten gehen bis 11 Uhr)

geht es los zur Besichtigung von Córdoba. Diesmal geht es durch Córdoba Trinidad zur Huerta del Rey de Vallellano.

Weiter durch die Gässchen zur Catedral de Córdoba,

zu den Jardines de la Alcazaba

und zum Höhepunkt des heutigen Tages, der Mezquita-Catedral de Córdoba.

Hier verbringen wir einige Stunden, da es wirklich extrem viel zu sehen gibt, was man selbst in der Zeit nicht alles aufnehmen kann.

Anschließend geht es zum Sonnenuntergang zum Puente Romano. Am anderen Ende steht der Torre de la Calahorra, von dem aus man einen tollen Blick auf die Altstadt und die Mezquita-Catedral hat.

Zurück in der Judería suchen wir uns ein nettes Restaurant und beschließen den Tag.

19.09.2026

Auch heute genießen wir erst einmal das tolle Frühstück und reizen mal wieder die Frühstückszeit komplett aus, bevor wir uns wieder auf die Sehenswürdigkeiten stürzen. Durch die Gassen des Zentrums geht es erst einmal zum Palacio de Viana,

danach mit einem Stopp bei San Miguel Capuchinos

zur Skulptur „Christus der Laternen“ und weiter zur Calleja de las Flores.

Dann eine Pause, bevor wir uns die San-Basilio-Patios (5 private Patios) anschauen.

Der letzte Programmpunkt für heute ist die Medina Azahara. Es ist das letzte Wochenende, an dem die Medina Azahara im Sommerprogramm bei Nacht noch mal von 20 bis 24 Uhr öffnet. Also fahren wir mit dem Taxi die ca. 8 km zum Besucherzentrum der archäologischen Ausgrabungen und dann mit dem Shuttlebus weiter den Berg hinauf zum Eingang der Anlage.

Es ist ein netter Spaziergang mit Sonnenuntergang und Blick über Córdoba. Die Anlage diente als politische Hauptstadt von al-Andalus und sollte die Macht des Kalifats demonstrieren.

Der Rückweg wird dann noch mal spannend, da es keine vernünftige Busverbindung gibt und es sich etwas schwierig gestaltet, ein Taxi zu bekommen. Aber mit vereinten Kräften – gemeinsam mit dem Mann vom Wachdienst und weiteren Besuchern – bestellen wir mehrere Taxen und so kommen wir auch wieder zu unserem Hotel, von wo aus wir auch gleich weiter ins jüdische Viertel ziehen und uns ein nettes Restaurant zum Abendessen suchen. Unterwegs geraten wir noch in eine Prozession zu Ehren von Nuestra Señora María Santísima de Araceli.

20.09.2026

Ein weiteres leckeres Frühstück und dann ist es auch schon wieder Zeit, weiterzuziehen. Wir checken aus und lassen unser Gepäck an der Rezeption, um noch mal für ein Stündchen rund um die Mezquita-Catedral und den Patio de los Naranjos zu spazieren,

bevor wir wieder mit dem Taxi zum Bahnhof fahren und dann in den Zug nach Sevilla steigen. Dort angekommen geht es direkt mit dem Taxi zum Hotel Alfonso XIII, a Luxury Collection Hotel.

Krasses Hotel und wir fühlen uns etwas fehl am Platz. Aber das Hotel ist schon echt mega. Die Koffer werden aufs Zimmer gebracht, Concierge-Service, Hausschuhe am Bett, die Vorhänge werden geschlossen, es gibt immer mehrere Flaschen neues Wasser und ebenfalls eine Flasche am Nachttisch, eine Begrüßung auf dem Fernseher, ein Glas mit Bonbons. Man wird gepampert, wenn man das möchte.

Allerdings hat das auch seinen Preis.  

Das werden 4 tolle Tage. 

Für heute spazieren wir erst mal wieder nur durch Sevilla und lassen die Stadt auf uns wirken. 

Granada

12.09.2026

Es ist Samstagmorgen und somit unser erster Urlaubstag. Wir beginnen den Tag damit, zu Hause noch ein wenig aufzuräumen und die restlichen Sachen in unseren Koffer zu stopfen, bevor wir dann um 15 Uhr Richtung Flughafen Köln aufbrechen. Koffer einchecken, Kaffee trinken und danach durch die Sicherheitskontrollen. Hätten wir gewusst, dass das so lange dauert, hätten wir vielleicht auf unseren Kaffee verzichtet, aber am Ende reicht die Zeit natürlich trotzdem und mit ein wenig Verspätung starten wir Richtung Málaga.

Wir landen dann auch pünktlich um 21 Uhr in Málaga und nachdem wir unsere Koffer wieder eingesammelt haben, machen wir uns auf den Weg zur Busstation und fahren ins IHG Holiday Inn Express Airport Hotel.

13.09.2026

Nach einer guten Nacht verlassen wir um 12:00 Uhr das Hotel und fahren mit dem Bus weiter zum Bahnhof in Málaga. Dort suchen wir als Erstes Schließfächer für unsere Koffer und streifen dann ein wenig durch das Bahnhofsviertel, um uns die Zeit zu vertreiben, bis unser Zug Richtung Granada fährt. Eigentlich schlagen wir eher die Zeit tot. Bevor der Zug abfährt, haben wir noch ein Highlight, weil Frank plötzlich seine Sonnenbrille vermisst und glaubt, er hätte sie im Café vergessen, also rennt er noch mal los. Entwarnung. Er hatte sie vor der Gepäckkontrolle in den Koffer geschmissen und konnte sich nicht mehr dran erinnern.

Wie angekündigt erreichen wir um 18 Uhr Granada und rennen mit unseren Koffern kreuz und quer durch die Stadt auf der Suche nach einer Möglichkeit, ins Zentrum zu kommen. Leider ist alles gesperrt, weil gerade das Radrennen de España durch Granada fährt, so dass wir auch zu Fuß keine Möglichkeit haben, in unser Hotel zu kommen. Entsprechend mies – und das ist harmlos ausgedrückt – ist Franks Laune. Er ist nicht mehr ansprechbar.

Um 20.30 Uhr erreichen wir dann endlich das Hotel, schmeißen unsere Koffer ins Zimmer und gehen essen und ein paar Bierchen zischen. Hab ich mir verdient.

14.09.2026

Der erste Tag unserer Sightseeingtour durch Granada beginnt. Wir schlendern von unserem Hotel durch die Altstadt, über den Bib-Rambla-Platz und durch die Alcaicería

erst einmal Richtung Catedral de Granada.

Diese ist schon echt pompös und beeindruckend mit ihren hohen weißen Wänden, den beiden Orgeln am Ende des Hauptschiffes und dem kreisförmigen Chor.

Nach einer Pause in einer netten Tapasbar

geht es dann weiter zur noch überwältigenderen Basílica San Juan. Ich bin völlig überfordert, all die Details hier zu erfassen.

Und absolut genial ist die Möglichkeit, über die 3D-Brille die ganze Kirche aus jedem Blickwinkel zu erkunden. Beim virtuellen Flug zur Decke bzw. außen um die Kirche herum wird mir fast schwindelig.

Als Nächstes liegt bei unserem Streifzug durch Granada das Monasterio de San Jerónimo auf unserem Weg – ein großes königliches Kloster des 16. Jahrhunderts mit opulenten Innenräumen im Renaissancestil & 2-stöckigen Kreuzgängen.

Damit beenden wir für heute auch unseren Rundgang und beschließen den Tag bei einem leckeren Glas Wein und Tapas, unserem neuesten Lieblingsessen. 

15.09.2026

Mittlerweile haben wir schon ganz gut schmerzende Füße, aber natürlich läuft auch heute unser Sightseeing-Programm weiter. Wir fahren mit dem Taxi zum Monasterio de la Cartuja, das etwas weiter außerhalb von Granada auf einem Hügel ist.

Nach der Besichtigung fahren wir wieder mit dem Taxi zurück und lassen uns an der Plaza Nueva absetzen. Zeit für eine Pause.

Anschließend schlendern wir noch ein wenig durch das Viertel El Albaicín, statten dem Hammam einen Besuch ab, nicht dem noch aktiven, sondern dem ehemaligen, was aber eher ein unnötiger Spot ist, laufen am Río Darro entlang und dann zurück zur Plaza Isabel la Católica, von wo aus wir wieder mit dem Uber rauf zur Alhambra fahren.

Hier treffen wir uns mit unserem Guide und starten um 17 Uhr die Führung durch die Alhambra,

die Nasridenpaläste

und den Generalife. Anschließend laufen wir den Berg hinab zurück zum Zentrum und unserem Hotel.

Kurz duschen und dann sind wir bereit  für unser Abendessen. Zur perfekten spanischen Ausgeh-/Essenszeit. 

16.09.2026

Unseren letzten vollen Tag in Granada starten wir mit einer weiteren Taxifahrt zum Aussichtspunkt San Miguel Alto, von wo aus man die beste Aussicht auf Granada und vor allem auf den gegenüberliegenden Hügel mit der Alhambra hat.

Von hier aus überblickt man die gesamte Anlage. Weiter laufen wir über einen ziemlich abenteuerlichen Trampelpfad bergab zum Höhlenmuseum, wo wir uns beispielhaft anschauen, wie die Höhlenwohnungen, die es hier im Viertel Sacromonte noch gibt, aufgebaut sind. Außerdem erhalten wir einige Infos über die Besiedelung durch die Zigeuner, die Entstehung des Flamenco sowie Flora und Fauna. Danach schlendern wir wieder durch die Viertel Sacromonte und Albaicín

zurück Richtung Zentrum und verbringen noch was Zeit auf unserem Balkon im Hotel Carlos V, bevor es wieder Zeit fürs Abendessen wird. Die Tapas hier sind einfach nur göttlich.

Fremantle

27.03.2026

Da wir bisher ausschließlich nach Osten unterwegs waren, müssen wir zwangsläufig auch wieder die ganze Strecke zurück fahren, insoweit wir zurück nach Hause wollen. Der Tag ist heute.

Nach einem letzten Frühstück in Kalgoorlie fahren wir ca 7 Stunden bis Fremantle bei Perth. Ein Fahrtag bei Regenwetter gehört irgendwie auch zu jedem Urlaub dazu. 

Wie wir bereits aus den Medien mitbekommen haben, erwarten uns die ersten Ausläufer des Tropensturms Narelle.  Wir haben uns also darauf eingestellt, dass die nächsten Tage stürmisch und regnerisch werden und hoffen nur, dass unser Flieger abheben kann. 

Den Abend laufen wir nur ein bisschen durch die nähere Umgebung bevor wir ins Garde Hotel zurückkehren.

28.03.2026

Es ist zwar kein sonniger Tag, aber der erwartete Regen und Sturm bleibt größtenteils aus. Der Cyclone zieht einige Kilometer weiter östlich an Perth vorbei.

Das Wetter ist also deutlich besser als erwartet allerdings nicht gut genug, dass wir den eigentlich erhofften Ausflug nach Rottnest Island machen wollen. Also keine Quokkas diesen Urlaub. Alternativ schauen wir uns Fremantle an und starten gleich mit den Fremantle Markets, welche praktischerweise direkt gegenüber des Hotels liegen.

Anschließend laufen wir durch Fremantle bis zum Strand und dem Hafen.

In einem der Touri – Restaurants sitzen wir dann den nächsten Schauer aus bevor wir wieder Richtung Hotel bummeln. Unterwegs machen wir noch einen Zwischenstopp im Holey Moley Indoor Minigolf

und nachdem wir beide Bahnen gespielt haben, wird es Zeit sich Gedanken zu machen wo wir den letzten Abend verbringen. Samstag Abend und es ist viel los in allen Restaurants und Kneipen.

Wir entscheiden uns für Bennys Bar & Café und es stellt sich raus, dass wir wieder mal ein glückliches Händchen hatten. Noch während wir essen werden die Tische um uns herum abgebaut und eine kleine Bühne mit Tanzfläche davor aufgebaut und schon eine halbe Stunde später lauschen wir der Livemusik und schauen zu, wie die Australier ihren Samstagabend zelebrieren. Australier sind ganz schöne Feier-Biester und auch die hohen Alkoholpreise schocken niemanden… Ich bin zu alt für sowas und brauche meinen Schlaf.

29.3.2026

Dann ist es auch schon wieder soweit und der letzte Urlaubstag ist da. Am Nachmittag geht unser Flieger zurück in die Heimat. Nach einem Late Checkout, den ich am Vorabend noch organisiert habe, parken wir unser Gepäck im Hotel und statten dem Strand noch einen letzten Besuch ab. Nach dem regnerischen Tag gestern erwartet uns heute wieder ein traumhaft schöner Tag mit Sonne und blauem Himmel.

Nachdem wir noch ein Stündchen am Meer gesessen haben, holen wir unser Gepäck und unser Auto aus dem Parkhaus und begeben uns zum Flughafen. 3.636 Kilometer sind wir diesen Roadtrip gefahren.

Eher durchschnittlich für uns. Unsere Flüge starten alle pünktlich wie geplant und so sind wir am Montagmorgen gegen 7:00 Uhr wieder zurück in Deutschland.  

Kalgoorlie

24.03.2026

Aufbruch ins Outback nach Kalgoorlie, das wir nach einer weiteren 4 stündigen Anreise erreichen. Da wir in den vergangenen Tagen öfter schon gesehen haben, dass es an einigen Tankstellen verboten ist Reservekanister zu füllen und mehr als 50 l zu tanken, da der Sprit dank des Iran Angriffs knapper wird, schauen wir jetzt jeden Tag, dass wir immer gleich nachtanken, sobald wir einen viertel bis halben Tank leergefahren haben. Also auch heute auf dem Weg ins Outback. Unterwegs begegnen uns schon einige der sogenannten Roadtrains. LKW mit Anhängern die teilweise eine Länge von 52 Metern haben dürfen. Nicht gerade einfach zu überholen, da dies mehreren PKW entspricht. Aber es muss ja alles auf der Straße transportiert werden und da es hier jede Menge Goldminen gibt muss auch viel transportiert werden. Die größte Goldmine Australiens die KCMG Super-Pit befindet sich hier in Kalgoorlie Boulder und wir haben uns für morgen früh auch schon eine Tour gebucht. 

Heute bummeln wir aber erst mal nur durch die Stadt und schauen in der Tourist Info noch nach einer schönen Route um mal das „richtige“ Outback zu sehen. 

25.03.2026

Heute stehen wir früh auf, da der Treffpunkt für die Superpit Tour schon um 8.30 Uhr ist. Gerade als wir los wollen bekommen wir die Nachricht, dass die Tour abgesagt wurde. Aus Sicherheitsgründen wegen dem Gewitter der letzten Nacht. Ja es herrscht gerade ungewöhnliches Wetter hier. Normalerweise regnet es um die Jahreszeit nicht. Da ab Mittag aber wieder Sonne mit leichter Bewölkung angekündigt ist planen wir einfach um und fahren heute ins Outback und buchen die Superpit Tour noch mal für morgen in der Hoffnung, dass es dann klappt. Also Frühstücken und dann Aufbruch. Hierauf hat Frank sich schon den ganzen Urlaub gefreut. Das Outback und jetzt ist es endlich so weit. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt erreichen wir Menzies einen Ort der gefühlt aus 3 Häusern besteht.

Einem General Store einem Kaffee und einer Public Toilette. Wir steigen kurz aus um uns die Beine zu vertreten und bereuen es augenblicklich. Massen von Fliegen umschwirren uns und machen uns völlig aggressiv, weil sie ständig ins Gesicht fliegen. Also wieder rein ins Auto, was leider auch nicht gelingt ohne eine Armada an Fliegen mit rein zu bringen, und weiter geht die Fahrt. 

Der zweite Stop ist der Niagara Dam. Naja, aussteigen, Foto, einsteigen, weiter geht die Fahrt.

Aber Frank ist ist glücklich. Endlich im Outback angekommen.

Apropos Outback, es fehlen ja noch die Bilder von unserem Subaru Outback.

Unser nächster Stopp ist Gwalia Ghosttown.  Hier werden wir leider auch wieder von Massen an Fliegen begrüßt. Es scheint wir müssen uns damit arrangieren.

Nach einem kurzen Kaffeestop im benachbarten Leonora, unserem am weitesten entfernten Anlaufpunkt im Outback, geht es dann weiter nach Lake Ballard. Hier auf dem trockenen Salzsee hat ein Künstler einige Figuren aufgestellt die wir uns im Abendlicht bei einem Spaziergang über den See noch anschauen.

Natürlich wieder in Begleitung der nervigen Fliegen.

Dann geht es wieder zurück nach Kalgoorlie. Gut die Hälfte des Weges ca. 1 Stunde müssen wir dann leider im dunkeln absolvieren, was mit den Trucks auf der Straße auch noch mal eine Herausforderung wird. Dunkel, möglicherweise Kängurus und Rinder auf der Straße und dann noch die Lastzüge überholen. Genug Outback Feeling für heute.

26.03.2026

Zweiter Anlauf für den Superpit. Heute Nacht gab es wieder Gewitter aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Am Treffpunkt für die Tour erfahren wir, dass die Chancen immer noch 50:50 stehen, dass wir kein grünes Licht bekommen auf das Minengelände zu dürfen aber dann kann es doch endlich los gehen und wir fahren 1,5 Stunden über das Minengelände mit all den riesigen Maschinen und stehen direkt vor dem riesigen Abbau Krater wo die Kipper permanent mit Felsbrocken beladen den Krater hochschleichen. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

Nach dem Frühstück vertiefen wir das Erlebnis dann noch in der Hannans North Historik Tourist Mine. Wo man noch viel über den 100 jährigen Minenbetrieb seit dem Goldrausch in dem Gebiet erfahren kann und auch selber einen Eindruck von der Größe eines Haul Tucks bekommen kann. 

Und da wir nicht genug bekommen können fahren wir noch am Ende des Tages zum offiziellen, frei zugänglichen super Pit Aussichtspunkt.

Damit endet dann auch unser Ausflug ins Outback. Morgen geht es zurück nach Perth oder besser gesagt nach Fremantle City. Das könnte noch mal krass werden, denn es ist ein tropischer Wirbelsturm angekündigt. 

Best Frühstück in Australien: Smashed Avocado Toast. Geil!

Esperance

21.03.2026

Wir brechen wieder auf zu unserer nächsten Station auf dieser Reise. Es erwartet uns eine ca. 4 stündige Fahrt nach Esperance. Am Nachmittag erreichen wir unsere Bleibe für die nächsten 3 Nächte, die Driftwood Appartements. Nach dem Check in machen wir noch einen Spaziergang vorbei am Jachthafen und am Meer entlang bis zum Jetty und sondieren schon mal die Möglichkeiten für das Abendessen. 

22.03.2026

Nach dem Frühstück brechen wir auf in den Cape Le Grande Nationan Park. Hier gibt es einige der schönsten Strände Australiens mit weißem Puderzucker Sand und türkis blauem Wasser. Leider ist es heute oft bewölkt und windig also kein richtig perfekter Strandtag aber der Lucky Bay ist trotzdem super schön.

Etwas skurril ist es, dass alle mit dem Auto auf den Strand fahren, was wir natürlich auch gleich mal testen aber trotzdem bleiben wir hier einige Zeit.

Im Gegensatz zu den Australiern ist es mir allerdings zu kalt zum schwimmen und auch das Wasser hat nicht gerade Badewannen Temperatur aber der Sand ist wirklich phantastisch. Weich als wenn man in Puderzucker oder Mehl greift. 

Leider sehen wir keine Kängurus am Strand. 

Nach Lucky Bay fahren wir weiter zum Thistle Cove und zum Hellfire Bay wo wir uns aber nicht mehr lange aufhalten, da der Wind mittlerweile richtig kalt geworden ist. 

23.03.2026

Über Nacht ist es kalt windig und regnerisch geworden. Alles andere als Strandwetter. Also bummeln wir in den Tag rein und beschließen uns später mal auf den Esperance Tourist Drive zu begeben. Eine Straße entlang  dem Meer mit einigen Aussichtspunkten.

Hier beobachten wir noch ein Paar Kitesurfer, sie bei dem böigen Wind ne Menge Spaß haben und in den Wellen richtig abheben und richtig schnell sind. Respekt. Das wäre nix für mich. Wir beenden unser heutiges Programm mit einem Spaziergang am Pink Lake und fahren dann zurück nach Esperance.

Bremer Bay

19.03.2026

Fahrtag. Von Albany nach Bremer Bay sind es zwar nur knapp 2 Stunden aber heute lassen wir es ganz ruhig angehen. Planen den Tag morgen, Wal Beobachtung, und gehen dafür schonmal in der Apotheke Mittel gegen Seekrankheit einkaufen. Ansonsten ist Bremer Bay schnell erkundet.

Übernachtung im Whales and Bales.

20.03.2026

Heute steht das Highlight unseres Urlaubs bevor. Whale Watching. Orcas!

Und die Chancen stehen hier richtig gut. Tabletten gegen Seekrankheit haben wir genommen und voller Erwartungen geht es dann auch pünktlich um 8.30 Uhr los. Das Meer ist tatsächlich ziemlich rau und wir sind froh, dass die Tabletten so gut wirken. 3-4 Leuten auf dem Schiff geht es nicht so gut.

Als wir im Bremer Canyon ankommen, werden wir auch gleich von einer Gruppe Delphine begrüßt und wir freuen uns über den gelungenen Auftakt.

Doch unsere Freude erhält wenige Minuten später einen jähen Dämpfer. Die Crew beschließt zurück zu fahren, weil es einen medizinischen Notfall bei einer Jungen Frau gibt, den sie nicht einschätzen können und daher geht es mit Volldampf zurück in den Hafen. Erst haben wir noch die Hoffnung, dass wir danach noch einmal rausfahren aber dem ist wohl nicht so. 

Jetzt sitzen wir hier tief geknickt, weil uns die einzige Chance Orcas zu sehen im letzten Moment doch noch genommen wurde. Wir haben mit vielem gerechnet aber nicht damit. Man bietet uns an, die Tour an einem anderen Tag noch mal zu machen, aber das hilft uns nichts, weil wir morgen weiter nach Esperance fahren, was eine 4 Stunden Fahrt ist. Jetzt ist die Urlaubsstimmung im Keller zusätzlich müssen wir uns mit dem Charter noch wegen der Erstattung zanken. 

So sollte Urlaub nicht gehen.