Blackwater

20.09.2018

Geplant war es eigentlich früh in New Orleans aufzubrechen, Kilometer bis nach Florida zu machen und dann noch gemütlich in Milton Kayak zu fahren.

Früh sind wir zwar losgekommen, aber haben unterwegs wohl zu viele Kaffeepausen eingelegt. Haben die Kayakfahrt auf Morgen verschoben und uns lieber noch 1 1/2 Stunden an den Pool vom Comfort Inn & Suites Crestview gelegt.

21.09.2018

Die Gestern ausgefallene Kayak Tour holen wir heute Morgen nach. Dazu fahren wir in den Blackwater River State Park. Etwas zu früh laufen wir noch ein bisschen durch den Parkund werden pünktlich zur verabredeten Zeit eingesammelt und zur Drop off Zone gebracht.

2 Stunden lassen wir uns bei schönstem Wetter den Blackwater runter treiben und genießen endlich mal die vollständige Ruhe ohne irgendwelche lauten Amis.Perfekte Gegend zum Seele baumeln lassen.Bis das Gewitter kommt. Und das kommt hier in Florida schnell, sehr schnell. Da wir nicht genau wissen, Michaela war ja nicht 20 Jahre bei den Pfadfindern, was bei Gewitter zu tun ist, beschließen wir uns aus dem Wasser raus zu begeben. Nach einer halben Stunde fahren wir die Strecke zu Ende, auch wenn es noch etwas donnert.
Unsere Übernachtung finden wir in Marianna, ca. 2 Stunden von Milton entfernt im „The Hinson House“. Das klingt nicht nur schön wie im Horrorfilm, das fühlt sich auch so an. Per E-Mail erhalten wir einen Code um ins Haus zu gelangen. Keiner da. Ein riesiges Haus und wir ganz alleine.Wir können überall rum laufen und uns jedes Zimmer anschauen.Nur der Keller ist abgeschlossen! Aber es brennt Licht im Keller!!! Gruselig ist auch schon dieses Kind.Mir fallen endlos viele Szenen aus Filmen ein, die ich jetzt im Moment nicht schauen würde. Gute Nacht.

Dauphin Island

17.09.2018

Einen Tag noch am Golf von Mexico ist der Wunsch von Michaela. Einmal nochmal schwimmen gehen auf dieser Seite. Na gut, sollte machbar sein. Mit Google Maps habe ich mir Dauphin Island ausgesucht, da es da nicht so aussieht, als steht da ein Hotel neben dem nächsten. Das passte auch. Der Strand zeigte sich bei Ankunft noch sehr naturbelassen. Sogar eine 2 Meter lange Schlange kreuzte unseren Weg zum Strand. Einzige Problem auf der Fahrt nach Dauphin Island ist, dass wir mit der Fähre übersetzen mussten und dort eine Stunde Aufenthalt hatten.
Den Nachmittag haben wir komplett am Strand verbracht und ich bin noch nie in so warmen Meerwasser geschwommen.
Übernachtet haben wir im Hampton Inn I-10 Mobile.

Pensacola

16.09.2018

Pensacola Downtown steht heute als erstes auf dem Programm. Angekommen am Seville Square geraten wir unerwartet in ein Fahrradrennen, weswegen die halbe Innenstadt abgesperrt ist. Stört uns aber nicht weiter.Obwohl für amerikanische Verhältnisse schon ein bisschen Historie vorhanden, sind wir zügig durch und fahren weiter zum US Navy Stützpunkt Pensacola.Nach der bestandenen Sicherheitsüberprüfung gilt hier unser erster Stop dem Pensacola Lighthouse and Museum.Zeit für mich es mir auf einer Parkbank im Schatten gemütlich zu machenund Michaela alleine die 177 Stufen auf den 46 Meter hohen Leuchtturm „barfuß“ laufen zu lassen. Flip Flops sind aus Sicherheitsgründen auf der Treppe verboten.Oben auf der Aussichtsplattform kann man dafür kaum stehen, weil das Metall extrem heiss ist und einem die Füße bruzzeln.Übrigens haben hier selbst die Parkbänke eingebaute Getränkehalter.
Das naheliegende Naval Aviation Museum ist zu unserer Überraschung mal kostenlos und wie alle militärischen Museen, mittlerweile sind wir da ja Profis, sehenswert.
Pensacola ist die Heimat der Blue Angels. wir hatten ja schon einige Präsidenten Maschinen. Diesmal gibt es den Präsidenten Helikopter.einmal im Leben Top Gun spielen.

Fort Barrancas ist das letzte Ziel auf dem Navy Yard. Da wir knapp vor Schluss ankommen, werden wir auch dort umsonst reingelassen und machen eine Turbobesichtigung. Beim Abschließen bekommen wir noch eine kleine kostenlose Geschichtsstunde.
Der anschließende Trip auf den Perdido Key, der laut Reiseführer eine unberührte Natur haben sollte, entpuppt sich erneut als Enttäuschung, da ein Hotel neben dem nächsten steht.
Wir beschließen ins Hotel zurückzufahren und den Tag zu beenden.

Emerald Coast

13.09.2018

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Panama City, Redneck Riviera, wie die Einheimischen sagen. Nichts mehr was irgendwie nett oder einladend aussieht. Eine Bettenburg neben der nächsten.

Aber da wir eh nur ein, zwei Strandtage einlegen wollten fahren wir ganz ans Ende in den St. Andrews State Park der zwar Eintritt kostet aber, wohl aus diesem Grund, auch so gut wie leer ist. Leider ist in ganz Florida auf der Golf Seite zur Zeit „Red Tide“. Das bekommen wir auch hier deutlich zu sehen und noch schlimmer zu riechen. Auch hier schwimmt der ein oder andere tote Fisch im Wasser bzw. wird an den Strand gespült was uns, allerdings nicht die Amerikaner daran hindert, dass Badewannen warme Wasser des Golf zu genießen.

Abends nutzen wir die erste Chance in diesem Urlaub Minigolf spielen zu gehen.
Übernachtung im Sleep Inn & Suites.

14.09.2018

Zweiter Strandtag, zurück in den St. Andrews State Park.
Mehr gibt es auch nicht zu schreiben.

15.09.2018

Zweite Runde beim Minigolf. Heute die deutlich schönere Anlage. Zwar war die gestern genauso gepflegt und optisch ansprechend nur die Bahn selber war wenig anspruchsvoll.Bei der ersten Bahn bin ich noch richtig gut dabei,aber ab der zweiten geht nicht mehr wirklich viel. Angeblich ist heute der bisher heißeste Tag in Florida dieses Jahr.
Danach verlassen wir das „beschauliche“ Panama City und wollen die vielfach gelobten Strände entlang der Küste zwischen Panama City und Destin abfahren. Dazu nehmen wir die Scenic Route 30a. Noch nie so einen Flop erlebt. Fast die ganze Strecke ist bebaut. Anfangs wieder mit einem Bettenbunker nach dem anderen, später zwar mit netten Häuschen und Villen, aber Meer kann man nicht sehen. Und das auf einer Strecke von 100 Kilometer direkt auf der Strandpromenade. Leicht frustriert geben wir die Hoffnung auf und fahren direkt nach Pensacola ins Best Western Plus Blue Angel Inn und legen uns an den Pool.

Bingo

11.09.2018

Unser erstes Ziel für heute sind die Three Sisters Springs in Crystal River. Diese hatten wir vor zwei Jahren ausgelassen, weil sie geschlossen waren. Heute stehen wir vorm Eingang und entscheiden uns gegen die 14,- Dollar teure Einfahrt, da das Teil echt mini ist und keine Manatees zu dieser Jahreszeit anwesend sind. Ab ins Auto und weg.

Und zwar in den Manatee Springs State Parkmit dem Ziel, dort Fahrräder auszuleihen und durch den Park zu fahren. Gesagt getan. Aber so miese Fahrräder hatten wir noch nie. Schrottreif und dazu geht es in Mountainbike Manier durch den Wald/Sumpf.Circa eine Stunde halten wir auf dem Schrott durch, bis wir umdrehen und die Räder wieder abgeben. Zu allem Überfluss fahr ich natürlich noch genau in ein Spinnennetz rein, keine 10 Zentimeter entfernt von der Spinne.Ab ins Auto und weg.

Next stop Steinhatchee. Lt. Reiseführer eine Empfehlung als tolles kleines Fischerdorf. Also hin und einmal durch gefahren. Es gibt noch nicht mal einen richtigen Parkplatz zum Anhalten. Von verträumten Fischerdorf ganz zu schweigen. Ab ins Auto und weg.

Auf dem Weg zum Hotel liegt noch die Tide Swamp Wildlife Management Area.Hier fahren wir noch ein paar Kilometer bis zum Bootsanleger, wo ich noch etwas rumlaufe.Michaela ist es, aufgrund ihrer Flipflops und den (nicht sichtbaren) Krokodilen und Schlangen zu unsicher.Anschließend geht es noch knapp 1 1/2 Stunden weiter bis zum Magnuson Hotel Wildwood Inn in Crawfordville.

Am Abend gehen wir in das naheliegende (und einzige) Restaurant direkt neben dem Hotel. Da wir uns in in der Apalachee Bay befinden, der Hauptstadt für Austern Fischerei, ist es ja perfekt, dass es sich beim Seineyard um ein Fischrestaurant handelt. Allerdings geraten wir da in einen Bingo Abend. Beginnend mit der Nationalhymne passend zu 9.11. wo alle aufstehen und mitsingen. Da fühlen wir uns noch was fehl am Platz. Danach werden wir aber ausführlich in das „komplizierte“ Bingo Regelwerk eingeweiht. Scheint sich hier um einen Nationalsport zu handeln. Ein sehr interessanter Abend.

Rainbow River

10.09.2018

Ein Ziel wo wir auf jeden Fall nochmal hin wollten, ist der Rainbow River. Erst haben wir uns überlegt wieder zum gleichen Kajak Vermieter in Dunnellon zu gehen, uns dann aber doch noch umentschieden und fahren zur der Quelle des Rainbow River in den State Park KP Hole. Dort gibt es zwar nur „normale“ Kajaks und nicht wie vor zwei Jahren die extra breiten, aber mittlerweile bin ich geübt genug, dass ich auch damit nicht mehr umkippe.

Die Tour bis zu der Quelle ist richtig toll, die Quelle selber eher enttäuschend, aber darum geht es ja auch nicht. Manatees gibt es zu dieser Jahreszeit leider nicht zu sehen.
Kaum dass wir aus dem Wasser raus sind, geraten wir in ein heftiges Gewitter. Nur gut, dass wir jetzt nicht mehr in den Booten sitzen. Da es schon 15 Uhr ist und es nicht danach aussieht, dass es bald wieder aufhört zu regnen, fahren wir ins Hotel. Lustigerweise haben wir uns wieder das gleiche Hotel ausgesucht wie vor zwei Jahren, Quality Inn Conference Center at Citrus Hills in Hernando. Gegen 17 Uhr kommt die Sonne wieder raus, aber es ist zu spät, um noch irgendwo hin zu fahren. Also gehen wir nur noch was essen und beenden dann den Tag.

Bye, bye Australia

30.03.2018

Den letzten Tag lassen wir ruhig angehen und verlassen erst nach 11 Uhr das Hotel. Wir schlendern etwas durch den Queen Victoria sowie den botanischen Gartenund folgen dann einem Tipp unseres Reiseplaners Jens und fahren mit der Fähre nach Williamstown.Dort angekommen, genießen wir noch ein Eis und fahren anschließend direkt wieder mit der Fähre zurück, da wir beide langsam etwas nervös werden.
Unsere Koffer holen wir im Hotel ab und fahren dann mit der Bahn und dem Sky Bus zum Flughafen. Alles ganz ohne Probleme.

Das war es dann mit unserem ersten Trip nach Australien. Schön war es und in vielen Dingen doch ganz anders als erwartet.

Beide Flüge, 13 1/2 und 6 1/2 Stunden, verlaufen ruhig und ohne Probleme und wir landen am 31.03.2018 gegen 14 Uhr etwas erschöpft in Frankfurt.

Nicht unerwähnt darf natürlich unser neustes Familienmitglied sein, ein Koala, getauft auf den Namen Ray, den wir unter höchstem Risiko aus Australien rausgeschmuggelt haben.