Geburtstag

22.09.2015

Geburtstag! Heute ist mein Geburtstag, den ich in aller Ruhe, nur mit Michaela, still und heimlich in der Natur feiern wollte.

Aber es kommt anders. Glücklicherweise. Der Zeckenbiss wird immer schlimmer und wir fragen nochmal die Leute in der Lodge nach Rat. Zufälligerweise ist heute ein Arzt, Dr. Rob (nein, nicht Dr. Bob aus Australien ;-)) Rathgeber, ebenfalls als Gast in der Lodge, der uns nach einem kurzen Blick sofort in die Stadt schickt um Antibiotika in der Apotheke zu besorgen. Also ab nach Pongola. Drei Stunden später zurück in der Lodge geht es Michaela nach den ersten beiden Tabletten schlagartig besser. Soviel zu dem Thema, dass die Zeckenbisse harmlos sind und das Zeckenfieber, was Michaela jetzt eindeutig nachgewiesen hat, nach einer Woche von alleine verschwindet.

Vorher waren wir natürlich noch auf dem morgendlichen Game Drive. Auch da haben wir wieder das Glück, alleine auf dem Wagen zu sitzen.

Nachmittags genieße ich dann endlich meinen 44. Geburtstag standesgemäß in der Hängematte.

Der Game Drive am Nachmittag beginnt noch ganz normal wie die letzten zwanzig vorher auch.

Zum Ende hin werde ich dann allerdings, dank Conny, doch noch überrascht. Eine Champagnerflasche und ein paar Gläser an einem Baum, ein Sonnenuntergang und noch ein paar Nashörner die vorbei schauen und der Geburtstag ist perfekt.


Zurück in der Lodge erwartet uns ein Schokoladenfondue und ein eingelassenes heißes Bad zum relaxen. Leider ist hierfür gar keine Zeit, denn das Abendessen wartet schon wieder.
Beim Abendessen bekomme ich anschließend dann sogar noch einen Kuchen und die Belegschaft singt ein Ständchen.
Ich feier meinen Geburtstag ab jetzt nur noch im Busch.

Amakhosi

21.09.2015

Amakhosi Safari Lodge im Amakhosi Game Reserve. Die Lodge hatte ich mir vorher im Internet rausgesucht und extra ans Ende unseres Urlaub gelegt. Da freue ich mich am meisten drauf.
Die Lodge ist wirklich traumhaft, liegt direkt am Mkuze River und ist der perfekte Ort für die letzten drei Tage.

In der Mitte die Lodge und links unser Chalet

Das Wetter hat auch ein Einsehen mit uns. Nur Michaela hat noch Fieberschübe und Probleme mit Übelkeit seit dem Zeckenbiss vor ein paar Tagen.

Mit unserem Guide und unserem Tracker geht es am Nachmittag alleine auf den Game-Drive.
Da ja fünf Mahlzeiten am Tag def. zu wenig sind, gibt es auf dem Game-Drive noch ein privates BBQ.

Thanda

19.09.2015

Zurück nach Thanda. Hierauf haben wir uns sehr gefreut. Auch hier waren wir vor ein paar Jahren schonmal und haben tolle Erinnerungen an die Lodge und das Game Reserve.

Conny, unsere Tour-Operatorin, hatte uns damals die Hochzeitssuite gebucht und zu unserer Überraschung hat sie uns auch dieses Mal wieder das gleiche Zelt gebucht. Auch wenn die Lodge komplett renoviert wurde, sieht das Zelt immer noch wie vor drei Jahren aus.

Leider passt diesmal nichts zusammen. Das Wetter spielt nicht mit, unser Magen spielt seit Gestern verrückt und zu allem Überfluss haben wir auch noch eine Gruppe Amis, welche bereits Morgens um zehn Uhr anfängt mit saufen und dementsprechend ziemlich laut ist.

 

20.09.2015

Ein weiterer Tag in Thanda der dem gestrigen entspricht. Wir machen das beste draus und genießen die ruhigen Game-Drives. Ansonsten ist schlafen angesagt.

iSimangaliso-Wetland-Park

18.09.2015

iSimangaliso-Wetland-Park, früher auch einfach St. Lucia Wetland Park. Wir waren in 2006 schon mal hier haben aber damals nur einen kleinen Teil, den Strand in Cape Vidal besucht und leider keine so guten Erinnerung an diesen ersten Ausflug.

Aus diesem Grund wollten wir unbedingt nochmal herkommen. Wir starten in St. Lucia, ganz im Süden des Parks. Dort geht es direkt Morgens auf eine Bootstour. Mit einem der kleineren Boote fahren wir ein Stück den Fluss rauf und auch dieses Mal gibt es rechts und links am Ufer wieder Nilpferde, Krokodile und jede Menge Wasservögel zu beobachten. Leider ist es heute wieder recht kühl und die Sonne hat keine Chance sich durch die Wolken zu kämpfen. Da der Weg nach Cape Vidal zu weit für den noch verbleibenden Nachmittag ist, beschließen wir in St. Lucia zu bleiben und gehen einer Empfehlung folgend im Yachtclub essen. Das ist so ungefähr der Zeitpunkt, an dem unser Magen den Rest des Urlaubs nicht mehr mit uns spielen will – aber wir verlassen den Park dieses mal trotzdem mit guten Vibes.

Zurück in Bushwillow schafft es Michaela am letzten Abend auch noch auf den Spider Walk zu gehen.
Eine seltene Huntsman Spider der Unterart Sieben-Augen-Spinne.
Natürlich Blödsinn, aber ein Auge fehlt wirklich. Natürlich hat Michaela wieder das Glück eine Baboon Spider (Vogelspinne) zu finden
Und noch eine total faszinierende Spinne, – eine Wurfnetzspinne – sie hängt Kopf über in der Luft, das Netz zwischen den vorderen 4 Beinen und fängt die am Boden krabbelnden Insekten wie mit einem Fischernetz. Das Netz ist im Licht blau lumineszierend.

Birding

13.09.2015

Um sieben Uhr starten wir zu einer, extra für uns organisierten Birding Tour, die wir unserer Meinung nach sehr erfolgreich mit über fünfzig verschiedenen identifizierten Vögeln nach ca. vier Stunden beenden.




Für den Nachmittag haben wir alle Aktivitäten abgelehnt, um uns am Strand noch was zu entspannen. Faul rum liegen und nochmal auf und ab laufen.

 

14.09.2015

Ausschlafen. Bis acht Uhr pennen. Das sind für Afrika schon Langschläfer Zeiten. Aber es geht ja auch schon spätestens um neun Uhr Abends ins Bett.

Nach dem Frühstück geht’s zurück zur Cashew Factory zu unserem dort geparkten Auto und anschließen knapp eineinhalb Stunden nach Hluhluwe in das Hluhluwe Imfolozi Game Reserve. Bisher waren wir zweimal hier aber immer in staatlichen Restcamps und jetzt erstmal in einer Lodge – der ersten und einzigen- mit privater Konzession innerhalb des Parks.

Die Rhino Ridge Safari Lodge ist gerade mal sieben Monate alt, was man ihr auch ansieht. Sehr modern und komfortabel. Schon etwas zu sehr. Das afrikanische Feeling bleibt etwas auf der Strecke.


Die Terrasse ist trotzdem sehr schön und der Blick auf das Hluhluwe Game Reserve sowieso.


Der abendliche Game Drive ist sehr nett, verläuft aber ohne nennenswerte Highlights.   
 

Thonga

11.09.2015

Da wir unterschiedliche Angaben (zwischen einer und drei Stunden) haben, wie lang die Fahrtzeit bis zu unserer nächsten Lodge ist, verzichten wir auf den morgendlichen Game Drive, schlafen ein Stündchen länger und brechen nach einem ausgiebigen Frühstück um Neun Uhr zur Thonga Beach Lodge auf. Das Ziel ist den verabredeten Treffpunkt um zwölf Uhr pünktlich zu erreichen.
Ziemlich verwundert erreichen wir um zehn Uhr schon den Treffpunkt und bereiten uns auf zwei lange Stunden Wartezeit im Auto vor.

Gerade als wir es uns so gemütlich wie möglich gemacht haben, taucht der Wagen der Lodge auf um andere Gäste zurück zu ihrem Auto zu bringen und wir können frühzeitig zur Lodge aufbrechen. 
Die Lodge verfügt über eine WiFi Lounge und wir nutzen die Möglichkeit um ein paar wichtige Dinge zu regeln. Dabei stellen wir auch fest, dass gerade jemand in New York fleißig mit Michaelas Kreditkarte einkauft. Das sperren fällt nicht ganz leicht, da hier weder ein Mobilfunknetz existiert, noch das normale Telefon funktioniert.

Nachdem die liebe Mutter das Zuhause dank WhatsApp erledigt hat und wir Gott sei Dank eine zweite Kreditkarte dabei haben können wir nach einem ausgiebigen Lunch erstmal schlafen gehen.

Da das Wetter heute wieder bewölkt und kalt ist, gehen wir den Rest des Tages ruhig an und begnügen uns Abends vor dem Dinner mit einem kleinen Spider & Scorpion Walk durch den Wald.


 

12.09.2015

Dieser Tag wird in Erinnerung bleiben. Es beginnt harmlos damit, dass wir eine Kayak Tour auf dem nahegelegenen Lake Simbaya, dem größten Süßwasser See in Südafrika, buchen. Wahrscheinlich habe ich Kanu mit Kayak verwechselt und dann nimmt das Chaos seinen Lauf.

In voller Montur aber in weiser Voraussicht ohne Kameras und Handys, schmeißen wir uns ins Kayak. Nicht ganz eine Minute nach dem Start kippt das Kayak aus mir unbegreiflichen Gründen, Michaela meint ich wäre Schuld da ich keinen Gleichgewichtssinn habe, und wir landen im See. Die Erfahrung mit allen Klamotten abzutauchen ist für sich schon nicht die schönste aber dabei zu wissen, dass vier Hippos knapp zwanzig Meter entfernt schwimmen und auch irgendwo Krokodile rumtauchen könnten, gibt dem ganzen noch den besonderen Reiz. Mühevoll und teils etwas panisch versuchen wir mit Hilfe von Ash, unserem Guide, unser Kayak zurück zu erobern. Nachdem wir dies mühevoll geschafft haben, bringe ich uns zum zweiten Mal zum kentern. Jetzt schwimmen wir, und das sehr schnell, zurück ans Ufer.

Damit habe ich Position eins der Rangliste der schnellsten Abgänge von Touristen inne. Ich bezweifle, dass ich dort normal geschlagen werde.

Das Thema Kayaking ist für mich erledigt. Ich bleibe an Land. Michaela fährt mit Ash wieder raus und die Beiden versuchen erstmal die von uns verlorenen Paddel wieder zurück zu holen. Leider schwimmen die mittlerweile nur noch ein paar Meter entfernt von den Hippos und selbst Ash ist es mehr als unwohl dort hin zu fahren.

Der Versuch gelingt aber und die Hippos bleiben Gott sei dank friedlich sodass Ela und Ash die geplante Tour noch zu Ende fahren können während Frank am Ufer vor sich hin friert.

An dieser Stelle möchten wir uns von unserem langjährigem und treuen Begleiter, Minihomer, verabschieden, der diesen Tauchgang leider nicht überlebt hat. R.I.P.
Den Nachmittag gehen wir was ruhiger an. Einen langen Spaziergang am kilometerlangen einsamen Sandstrand mit Krabbenjagd,


Seele baumeln lassen auf dem Sonnendeck am Strand (incl. Whale watching) und am Abend eine Sundowner Tour (ohne Sonnenuntergang) zurück zum Lake Sibaya.




Bob Marley

09.09.2015

Der zweite Tag im Tembe Park beginnt mit der allmorgendlichen Pirschfahrt. Leider ist es heute Morgen wieder bewölkt und sehr kalt. Da der Tembe hauptsächlich für seine Elefanten bekannt ist, verwundert es nicht, dass diese auch den aktuellen Game Drive beherrschen.

Am Ende haben wir aber gewonnen und der Elefant den Weg geräumt.

Nachmittags verschwinden die Wolken langsam und es wird wieder wärmer. Bevor wir zur nächsten Safari aufbrechen, gönnen wir uns erstmal eine Massage in unserem eigenen Spa Bereich. 
Abends beim Dinner überrascht uns eine 13 Mann starke Touristen Gruppe aus Deutschland die direkt aus dem Buch Hummel Dumm entsprungen scheint. Seit dem Zeitpunkt unterhalten wir uns nur noch auf Englisch.

Das Landesfähnchen welches beim Abendessen den Weg zum Tisch weisen soll haben wir schnell verschwinden lassen😁.

10.09.2015

35 Grad ist fast nicht auszuhalten und das im afrikanischen Winter. Temperaturschwankungen von 15 Grad sind eher ungewöhnlich.

Nach der Morgenpirsch beschließen wir uns in den Hide fahren zu lassen. Dieser wurde an ein Wasserloch gebaut und wurde uns bereits mehrfach empfohlen und tatsächlichen sind die 2 1/2 Stunden ergiebiger als alle bisherigen Safaris zusammen. Natürlich ist das Wasserloch aufgrund der Hitze stark frequentiert.


Patrick, unser Guide hat am späten Nachmittag die gleiche Idee, sodass wir nochmals für eine Stunde in den Hide fahren. Der restliche Game Drive, wen wundert es, wird wieder von Elefanten und Nyalas beherrscht.

 und oh! eine Giraffe 😉 

… aber dann…Ladys and Gentleman! We proudly present… 

Das Bob Marley Chicken!